Kaltwetter-Stoff den sich dein Kleiderschrank mal reinziehen sollte

Der Winter naht –  zusammen mit Hagel, Regen, Wind und anderen weniger lustigen Sachen.

Um sicher zu gehen, dass man darauf bestens vorbereitet ist – wenn auch ohne große Vorfreude – haben wir hier die besten Textilien für den Winter-Widerstand zusammengesucht. Sind diese Materialien ein Teil deines Arsenals, bekämpfst du die Kälte mit Leichtigkeit.

Wolle

Pro’s:

Das Hochleistungsgewebe der Mutter Natur. Eine Naturfaser, die ohne Polsterung oder zusätzliche Isolierung Wärme erzeugen und speichern kann. Dazu ist es natürlich noch wasser- und winddicht.

Ein Mantel aus qualitativ hochwertiger Wolle ist extrem strapazierfähig und reißfest, im Gegensatz zu technischen Geweben wie beispielsweise Nylon. Deswegen sind die im zweiten Weltkrieg verwendeten Wollmäntel und Dufflecoats der Navy auch nach über siebzig Jahren immer noch aktueller Bestandteil der Modetrends.

Con’s:

Wolle ist schwer, besonders im nassen Zustand. Die wärmsten Textilien ist auch am dichtesten gewebt, was sie auch schwerer macht. Trotz der wasserabweisenden Eigenschaften saugt sich das Material nach einiger Zeit mit der Feuchtigkeit voll und gewinnt an Gewicht.

Ein Nachteil von strapazierfähigen Textilien: Wolle ist unnachgiebig. Anfangs ist das Material noch ein wenig unflexibel und braucht eine Weile um weich zu werden. Diese Anpassungszeit kann verkürzt werden, in dem auf besonders fein gestrickte Kleidungsstücke oder Woll-Baumwollmischungen zurückgegriffen wird, die mehr Elastizität geben.

Kord

Pro’s:

Es ist gemütlich. Ein natürlicher Vorteil von Cord ist, dass er hilft dich warm zu halten. Hochwertiger Cord besteht aus luxuriösem, zweilagigem Garn, der ein superweiches Tragegefühl gibt.

Es ist eine gute kaltwetter Alternative zum Jeansstoff. Cord sieht in verschiedensten Farben gut aus und wird wegen der vielseitigen Eigenschaften für jegliche Bekleidungsformen verwendet. Beispielsweisen verformen sich Cordhosen nicht an den Knien und lassen die Figur immer scharf und definiert wirken.

Con’s:

Ähnlich wie Wolle ist Cord relativ schwer. Ist man gewillt ein wenig von der gespendeten Wärme zu opfern, dann bieten sich leichtere Optionen aus reinem Baumwoll an. Außerdem ist Cord kein Stoff für das ganze Jahr, nutzt uns eher im Herbst und Winter, da er für den Sommer zu wuchtig ist.

Leder

Pro’s:

Leder ist ewig haltbar. Es ist das einzige, natürliche Material, das dich sowohl vor kleinen Verletzungen als auch Beschädigungen schützen kann. Es ist ein Windbreaker und kann bis zu einem gewissen Grad wasserdicht gemacht werden, beispielsweise durchs wachsen. Da Leder gut altert und seinen eigentümlichen Charakter erst durch den Verschleiß erhält, wird sie mit der Zeit zu einer zweiten Haut.

Leder ist hart, im wahrsten Sinne des Wortes. Es besitzt einen einzigartigen Stil und Charme, wie sonst kein zweites Textil. Es ist cool, edgy und seine Widerstandsfähigkeit zahlt sich besonders im Winter aus.

Con’s:

Es geht ein und schrumpft. Leder ist ein Textil, das einen starken Regenguss nicht besonders gut übersteht und leider bei Nässe bis zu einer Kleidergröße einlaufen kann. Damit das nicht passiert, solltest du beispielsweise deine Lederjacke direkt trocknen oder mit passenden Mitteln wasserfest imprägnieren.

Leder ist nicht veganfreundlich. Echtes Leder besteht, wie jeder weiß, aus Tierhaut von Rindern, Schafen, Ziegen oder auch Schweinen. Auch wenn viele Hersteller mit der hohen Lebensqualität der Tiere werben, so werden sie trotz allem für die Lederproduktion gehäutet. Ist das für dich ein Grund auf Leder zu verzichten, so gibt es eine tierfreundliche Variante: qualitativ hochwertiges Kunstleder, das auch von namhaften Labels verwendet wird.

Daunenfedern

Pro’s:

Daunen speichert fabelhaft Wärme und lässt dich im Winter niemals frieren. Die Federn bilden kleine Taschen in der Jackenpolsterung, in denen die Wärme gespeichert wird. Durch die unterschiedlichen Füllstärken bei Daunenjacken gibt es für jede Temperatur die optimale Variante.

Daunen sind ultraleicht und angenehm zu tragen. Das macht die Federn perfekt für den Layering Look, an besonders kalten Tagen kannst du einfach noch eine Daunenweste unter den Mantel packen und bist bestens gerüstet.

Con’s:

Daunenfedern sind schwer zu trocknen. Deswegen ist eine Daunenjacke für Tage voller Regenschauer nicht besonders gut geeignet. Nicht jede Jacke ist hundertprozentig Wasserdicht, die eingedrungene Feuchtigkeit sorgt für zusammengeklebte Federn im Inneren. Das beeinträchtigt die Isolierung und den Wärmeschutz. Besonders dünnere Varianten brauchen lange Zeit um richtig zu trocknen.

Daunenjacken sind teuer, besonders wenn man Varianten mit Gänse- oder Entenfedern und synthetische Produkte vergleicht. Allerdings speichert eine synthetische Füllung Wärme nicht annähernd so lange wie Daunen und wiegt auch um einiges mehr.

Wie bei den meisten Dingen im Leben, ist es für ein hochwertiges Produkt wert zu investieren und sich noch viele Winter daran zu erfreuen.