Wie mache ich gute Fotos von meinen Produkten?

Die Fotos deiner Artikel sind das Aushängeschild deines virtuellen Kleiderschrankes. Nur so kann sich der Käufer einen guten Eindruck von deiner Ware machen. Deswegen ist es wichtig, dass du deine Kleidungsstücke bestmöglich präsentierst. Wir haben eine kleine Anleitung für dich zusammengestellt, damit du selbst schnell und einfach die besten Bilder von deinen Artikeln machen kannst. Im Allgemeinen empfehlen wir, den größten Teil deiner Bilder drinnen anzufertigen. Wem der Aufwand dafür nicht zu viel ist, der kann sogar ein eigenes Set aufbauen. Das sorgt für einen einheitlichen Hintergrund und den gezielten Einsatz von Lichtquellen. So entstehen die professionellsten Fotos. Um deine Produkt-Präsentation aufzulockern, lohnt es sich auch einige Aufnahmen mit den Artikeln im Freien zu machen.

Ohne teuere Kamera geht es auch!

Die richtige Kamera macht das Bild? Gute Produktfotos kannst du auch ohne teure Spiegelreflex Kameras und stattdessen mit deinem Smartphone hinbekommen. Trotzdem ist es von Vorteil zu wissen, welche Funktionen deine Kamera besitzt und wie du sie am besten für dich einsetzen kannst. Informiere dich über den Blendenwert der die Tiefenschärfe einstellt, den Weißabgleich für eine exakte Farbwiedergabe und geeignete Speicherformate.

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Wenn du deine Bilder drinnen schießt, dann ist es immer hilfreich ein Set aufzubauen. Dazu wird erst mal ein einfarbiger, neutraler Hintergrund aufgestellt, vor dem du dein Produkt präsentierst. Ein Papierbogen oder eine Papierbahn reichen dafür schon aus. Die Hintergrundfarbe kann auch einen leichten Kontrast zum Artikel aufweisen, um ihn besser hervorzuheben. Das bedeutet bei dunkler Kleidung also einen weißen Hintergrund auszuwählen, bei hellen Artikeln solltest du dann auf Grautöne zurückgreifen. Das rückt deine Produkte am besten in den Vordergrund. Wenn du die Fotos interessanter gestalten möchtest, dann versuche mal deine Kleidung vor einem stärker strukturierten Hintergrund zu schießen. Als Beispiel bietet sich eine rustikale Backsteinwand oder ein charakteristischer Holztisch an, die deinen Bildern einen besonderen Flair verleihen können. Achte aber immer darauf, dass der Hintergrund den Artikeln niemals die Show stiehlt.

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Hier ein negativ Beispiel zum Thema Hintergrund und Platzierung. Links weist der unruhige Hintergrund zu wenig Kontrast zum Artikel auf und stielt der Tasche die Show. Rechts passt zwar der Kontrast, aber die starke Sonnenbestrahlung führt zu störenden Schlagschatten.

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Hier zwei positive Beispiele mit interessanten, strukturierten Hintergründen, die den Artikel hervorheben.

In der Schärfe liegt die Würze

Verwende für deine Fotos am besten immer ein Stativ oder eine andere, stabile Unterlage. Das hat den Vorteil, schöne und scharfe Bilder zu erzeugen, ohne zu verwackeln. Zudem kannst du mehrere Fotos aus derselben Perspektive aufnehmen. Eine einheitliche, professionelle Darstellung deiner Produkte sorgt auf jeden Fall für einen positiven Wiedererkennungswert bei den anderen Usern. Sind auch die Details der Kleider klar auf den Bildern zu erkennen, weckt das Vertrauen bei deinen Käufern. Du hast nichts zu verstecken.

Für etwas Abwechslung kannst du ein bisschen mit den Kamera Einstellungen spielen, um auch mal den Hintergrund verschwimmen lassen. Hauptsache dein Kleidungsstück kommt immer gestochen scharf auf den Bildern raus und steht klar im Vordergrund.

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Ein Spiel mit Licht und Schatten

Nutze am besten Tageslicht. Das vorteilhafteste Licht gibt es an einem bewölkten Tag. Da ist es hell, aber ohne eine direkte und blendende Sonneneinstrahlung. An sonnigeren Tagen kannst du einfach den Vorhang vorziehen. Wähle einen Tisch aus, der in der Nähe eines Fensters steht, das sich am besten im rechten Winkel links oder rechts vom Tisch befindet. Je größer das Fenster ist und je näher du dein Produkt daran platzierst, desto geschmeidiger und weicher wirkt das Licht. Du kannst natürlich auch künstliche Lichtquellen benutzen. Besonders wenn du eine „ununterbrochene“ Beleuchtung bevorzugst. Dazu brauchst du mindestens zwei, besser drei Lampen, die dir das nötige Licht spenden. Diese werden dann rund um das Produkt platziert um jeglichen unvorteilhaften Schattenwurf zu vermeiden.

Das mit den Lichtquellen bezieht sich aber nicht auf ein Blitzlichtgewitter. Verzichte am besten vollständig auf den Blitz. Denn dieser erzeugt auf den Bildern einen starken und harten Schatten, der keinem Produkt wirklich schmeichelt.

„Shine bright like a Diamond“ gilt ebenfalls nicht für die Produktpräsentation. Denn starke Reflektionen auf Fotografien bedeuten Stress fürs Auge des Betrachters. Reflektionen entstehen meistens durch zu direktes Licht, beispielsweise wenn die Sonne durch ein Fenster auf dein Produkt strahlt. Wenn du durch den Sucher deiner Kamera schaust, kannst du ein Blatt Papier am Produkt entlang bewegen und so herausfinden, wo die Störquelle liegt.

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Inspiration

Hole dir für deine Produktplatzierung Ideen von anderen Anbietern. Beispielsweise bei bekannten Online Shops. Schau dir die Produktfotos an, merke dir was an denen besonders gefällt und versuche das in deine Bilder mit einzubauen. Bei Modeartikeln ist es immer wichtig zu erkennen, wie der Stoff fällt und dass möglichst alle wichtigen Details mit im Bild sind. Besonders bei Schuhen wird das Paar häufig in verschiedenen Positionen dargestellt. Das zeigt verschiedene Seitenansichten des Modells und erzeugt gleichzeitig eine interessante Dynamik.

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Einfallsreichtum zahlt sich aus

Neben den üblichen Aufnahmen deiner Artikel kommen auch aktive Aufnahmen gut an.  Natürlich nur sofern die Artikel darauf keine Gebrauchsspuren zeigen oder gerade welche bekommen. Eine Aufnahme wie du mit deinen Schuhen die Stadt eroberst, oder dein gestylter Lederjacken-Look vor einer schönen Landschaft kommt immer gut an. Sowas vermittelt ein mit der Bekleidung verbundenes Lebensgefühl und wirkt gut auf deine Käufer.

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Die richtige Auswahl treffen

Du solltest verschiedene Ausschnitte deines Artikels präsentieren. Neben einer Gesamtaufnahme ist ein Close Up, also eine Nahaufnahme sinnvoll, damit die potenziellen Käufer beispielsweise eine Vorstellung der Stoffqualität der Bekleidung bekommen. Ist das Kleidungsstück von einer bekannten Marke, dann füge noch ein Bild vom Logo oder dem Etikett hinzu, um die Originalität zu unterstreichen. Achte aber auch besonders bei Nahaufnahmen darauf, dass Bilder und Details scharf gestellt sind und nicht verschwimmen.

Achte auf die Details, die Marke, Struktur, Textur oder andere Besonderheiten deiner Ware sollten gut erkennbar sein.

Letzter Schliff – Bildbearbeitung

Selbst mit einem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm wie Gimp oder Photoscape kannst du aus durchschnittlichen Produktaufnahmen sehr gute Fotos machen. Schneide die Bilder zu, entferne Schatten oder Störfaktoren am Bildrand und setzte dadurch das Produkt in den Mittelpunkt. Mit dezentem Einsatz verschiedener Filter kannst du eine bestimmte Stimmung in deinen Bildern erzielen. Aber übertreibe damit besser nicht, sonst könnte der Artikel auf deinen Fotos anders erscheinen als in der Realität.

Wir hoffen dass dir unsere Tipps und Beispielbilder eine Hilfe sind und deine nächsten Produktfotos einschlagen werden.