Wie pflege ich meine Sneaker? 5 typische Fehler und wie du sie vermeiden kannst

Wir geben nicht nur mehr Geld als je zuvor für neue Sneaker aus, wir achten auch bei jedem Schritt und Tritt darauf, sie vor dem Ruin durch plötzliche Regenergüsse oder Bierduschen zu bewahren. Hier führen wir dir die fünf häufigsten Fehler der Treter-Pflege auf und zeigen natürlich auch gleich, wie man es richtig macht.

Erster Fehler: Du verwendest keine wasser- und schmutzabweisenden Mittel.

Lösung: Ganz offensichtlich brauchst du ein Imprägnierspray.

Das Geschäft mit den Imprägniersprays läuft, da sie halten was sie versprechen. Der Schutz lohnt sich, das gilt für jedes saugfähige Obermaterial, auch bei Nubuk- oder Wildleder. Du findest verschiedene Mittel jeder Preiskategorie in so ziemlich jedem Schuhgeschäft.

Wende das Imprägniermittel vor jeder anderen Pflege an, damit es bis in die Tiefen des Materials ziehen kann. Sprühe deine Schuhe am besten im Freien ein, lasse das Mittel über Nacht einziehen und wiederhole die Prozedur bei Bedarf. Das Spray schafft eine wasserdichte aber immer noch atmungsaktive Barriere, du bleibst also immer trockenen Fußes und wirst auch lästige Flecken leichter los.

Das ganze kannst du dir sparen, wenn du dir beispielsweise Premium-Leder-Sneaker von Common Projects oder Axel Arigato zulegst. Die sind bereits versiegelt, aber während du dich weniger um Flecken sorgen muss, solltest du dich eher vor möglichen Schrammen in deinen Luxusschuhen schützen.

Zweiter Fehler: Du reinigst sie nicht oft genug.

Lösung: Regelmäßiges, wöchentliches Saubermachen, oder direkt nach dem sie schmutzig geworden sind.

Flecken, die einmal ins Material eingezogen und eingetrocknet sind, wirst du nur schwer wieder los. Auch wenn du deine Sneaker mit einem Schutzmittel imprägniert hast, sind vor allem die Schnürsenkel und Nähte immer noch sehr saugfähig und anfällig für Verfärbungen.

Daher ist es nötig die Schuhe direkt nach der Verschmutzung mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Bestenfalls werden sie zusätzlich noch einmal in der Woche von dir geputzt, um die allgemeinen Gebrauchsspuren so gering wie möglich zu halten.

Dritter Fehler: Du achtest nicht genug auf deine Schnürsenkel.

Lösung: Hin und wieder solltest du die Schnürsenkel mal waschen oder ganz austauschen.

Auch Schnürsenkel werden mit der Zeit lasch und dreckig. Manchmal färben sie dann sogar auf die darunter liegenden Ösen oder die Zunge ab. Das Reinigen und Austauschen der Schnürsenkel ist eine der meist unterschätzten Möglichkeiten deine Sneaker jung zu halten. Dazu kannst du sie einfach rausnehmen und in Wasser mit Spülmittel einweichen. Bleichmittel oder starkes schrubben lässt sie ausfransen, also verzichte darauf.

Im Anschluss noch auswringen, zum trocknen aufhängen und wieder dran schnüren. Dafür ist es hilfreich sich zu Beginn zu merken, wie deine Schuhe geschnürt waren.

Vierter Fehler: Du verwahrst sie in einem Haufen auf dem Boden deines Regals.

Lösung: Behalte die originale Schuhschachtel und bewahre die Sneaker darin auf.

Okay, wenn du ein echter Sneaker-Freaker bist, dann könnte die Sammlung von Schuhkartons schon mal das gesamte Schlafzimmer in Beschlag nehmen. Für die anderen, deren Besitz sich auf um die fünf Paar Schuhe beläuft, lohnt es sich das Schachteln ernst zu nehmen.

Die Schuhe gemeinsam in ein Regalfach zu stecken, kann zu Knicken und Rissen im Leder führen und die Form dauerhaft verziehen. Auch das langsame Verstauben trägt dazu bei, die Verschmutzung zu beschleunigen. Deswegen lohnt es sich immer den Schuhkarton aufzubewahren und die Sneaker darin vor Schmutz, Staub und Schäden zu schützen.

Wenn du dich dann einmal dazu entscheiden solltest deine Schuhe zu verkaufen, kannst du sie noch in ihrer Originalschachtel weitergeben. Und sowas kommt immer gut an.

Fünfter Fehler: Du benutzt keinen Schuhspanner.

Lösung: Investiere in ein paar besonders praktische Schuhstrecker.

Sowas kann vielen übertrieben vorkommen und scheint eher zu Oxfords, als zu Sneakern zu passen. Aber das Prinzip ist doch das gleiche; was deinen teuren Lederschuhen gut tut, das ist auch bei Nikes und Reeboks nicht verkehrt.

Bei Schuhspannern stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Ein günstigeres Paar aus Plastik hilft schon das Leder zu strecken, Falten und Risse vorzubeugen und im Allgemeinen die Schuhe wie neu aussehen zu lassen. Es lohnt sich auch die Investition in ein hochwertiges Paar Schuhstrecker aus Holz, denn  die erhalten nicht nur die Form, sondern nehmen auch die Feuchtigkeit auf. Das schützt nicht nur vor Verfärbung sonder auch vor dem typischen getragene-Sneaker-Mief. Nützlich, wenn man seine Schuhe noch ein Weilchen behalten will.